Kontrastreiches Programm
Auch im vergangenen Jahr musizierten Fiene und Mai Dettenborn (mitte) mit befreundeten Muiksern in Gestorf. Fotos: Privat
Sie hat Tradition, die Gestorfer Sommermusik – stets gestaltet von der Familie Döling. Zum vierten Mal sind es die Schwestern Mae und Fiene Dettenborn, die die Sommermusik organisieren und zugleich mitwirken. Übernommen haben sie diese Aufgabe von ihrer Oma Magdalene Döling.
VON ANNE BRINKMANN-THIES
Musiziert wird am Sonntag, 19. Juli, in der Gestorfer Kirche. Im Zentrum dieser Sommermusik steht Franz Schuberts Kunstlied „Der Tod und das Mädchen“.
Erstmals übernimmt bei dieser Traditionsveranstaltung die Sängerin Mae Dettenborn den Hauptteil der Organisation und der Programmgestaltung. Die 29-Jährige hat vor zwei Jahren ihren Master in Oper an der Hochschule für Musik, Theater und Medien abgeschlossen und arbeitet seitdem als freischaffende Sängerin. Zunächst trat sie sowohl fest als auch als Gast am Aalto-Musiktheater in Essen auf, danach sang sie als Gast am Theater Lübeck. „Und am Theater Lübeck fange ich ab der kommenden Spielzeit als Mitglied des Opernstudios an“, berichtet sie.
Die Gestorfer Sommermusik werde diesmal aus einem kontrastreichen Mix aus Kammermusik und Operette bestehen, so die Sängerin. „Wir werden sowohl das Schubert-Lied ‚Der Tod und das Mädchen‘ als auch das Streichquartett mit diesem Titel musizieren und das Programm mit weiteren Schubert-Liedern sowie als heiteren Ausgleich dazu mit Operettenmelodien ergänzen“, so Mae Dettenborn. Nicht nur sie selbst und ihre 25-jährige Schwester Fiene – sie spielt Violine – gestalten diese Sommermusik. „Auch befreundete Musikerinnen und Musiker sind mit dabei“, erklärt Mae Dettenborn das Konzept. Viele von ihnen haben bereits in den letzten Jahren mitgewirkt. „Sie kommen gerne für das Konzert nach Gestorf und schätzen die ungezwungene und nahbare Konzertatmosphäre.“ Ein weiteres Bonbon: Nach dem Konzert gibt es die Möglichkeit zum Austausch zwischen Publikum und Musikern.
Mit dabei ist auch Magdalene Döling: Die 91-jährige Querflötistin – sie hat vier Söhne und zwölf Enkel – hat vor fast 45 Jahren gemeinsam mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann Waldemar die Gestorfer Sommermusik ins Leben gerufen. Nach seinem Tod übernahm Döling bis zur Coronapause die Organisation der Konzerte. Dass ihre Enkelinnen Mae und Fiene Dettenborn die Familientradition der Gestorfer Sommermusik fortführen, indem sie die Reihe ausrichten und selbst mitwirken, freut sie besonders.
Das Konzert in der Gestorfer Kirche am Sonntag, 19. Juli, beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um Spenden für die Musizierenden wird gebeten. Unterstützt wird das Konzert vom Förderverein für Kirchenmusik Bennigsen.

