Idyllischer Generationengarten

Entspannt fachsimpeln und plaudern. Bei der Pflanzenbörse kommen alle zusammen. Fotos: Brinkmann-Thies

Entspannt fachsimpeln und plaudern. Bei der Pflanzenbörse kommen alle zusammen. Fotos: Brinkmann-Thies

Was früher Grabeland der Kirche war und im Laufe der Jahre verwilderte, ist nun ein Garten der Begegnung geworden.

VON ANNE BRINKMANN-THIES

Lange Zeit hatte sich Hobbygärtnerin Ulla Dittert um die verwildernden Gärten mit einer Gesamtgröße von 1070 Quadratmetern gekümmert und tut es auch heute noch. Die Ansprechpartnerin für alle Gartenakteure und Organisatorin sämtlicher Gartenaktionen war zudem überzeugt von der Idee des Generationengartens.

Zufällig traf Dittert auf Jule Finke vom Raumhaus-Projekt – es kam zu einem Zusammenwirken, und das Projekt nahm Fahrt auf. Mitglieder des Raumhauses gründeten den Verein „LaLeLü - Land Leben Lüdersen“.

LaLeLü pachtete dann das Areal vom Grundstückseigentümer, dem Kirchenkreis Ronnenberg. Der Generationengarten – nachhaltig und zukunftsfähig – passe gut zum Konzept des Vereins, erklärte Jörg Neumann, Vorstandsmitglied, Biologe und Lehrer in der Umweltbildung. Genutzt wird der Garten auch vom Waldkindergarten, der dort Hochbeete angelegt hat. „Simeon Stracke hat seinen Teil des Gartens dem Waldkindergarten zur Verfügung gestellt und anvertraut und damit den Generationsgedanken des Projektes untermauert“, erzählt Dittert.

Bereits zuvor gab es in der CDU Lüdersen die Idee, auf den freien Grundstücken einen Generationengarten anzulegen. „Doch leider hat sich niemand gefunden, der mitmachen wollte“, erinnert sich die Ortsverbandsvorsitzende Ute Austermann-Haun. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin, die auch dem Förderverein Bergdorf Lüdersen vorsteht, freut sich, dass sich heute Lüderser aller Altersgruppen über das idyllisch gelegene Areal nahe dem Süllberg freuen können.

Am vergangenen Wochenende war dort die Pflanzenbörse Anziehungspunkt für viele Lüderser. Die vom Lions Club Leinetal spendierte Holzhütte wurde dabei als Kaffee- und Kuchenbar genutzt.

Sie dient aber auch zum Unterstellen von Gartengeräten. „Wir freuen uns sehr über diese massive Hütte“, sagt Ulla Dittert. Viele Helfer hätten die Bude aufgebaut. Gedacht war diese Holzbude ursprünglich einmal als Bude für den Lüderser Weihnachtsmarkt, sie war dem Förderverein als Leihgabe zur Verfügung gestellt worden, erinnert Austermann-Haun.

Aus Platzgründen musste jedoch eine neue Bleibe dafür gefunden werden. Weder der Lions Club noch die Werbegemeinschaften im Raum Springe hatten Verwendung dafür. „Es war dann meine Idee, sie für den Generationengarten zu nutzen“, sagte Austermann-Haun. Die Idee fand große Zustimmung sowohl beim Lions Club als auch bei Ulla Dittert. „So ist es wieder einmal gelungen, ohne großen finanziellen Aufwand etwas Schönes für das Dorf zu schaffen“, freut sie sich.

Auch dank ehrenamtlichen Engagements von Lüdersern: Henning Haake und Jörg Depenbrock haben den Aufbau der Bude unterstützt, und Rainer Haufe half, den Untergrund vorzubereiten..

Wer im Lüderser Generationengarten mithelfen möchte, kann sich bei Ulla Dittert melden. Möglich ist das entweder telefonisch unter der Nummer 05045 9637396 oder per E-Mail anulladittert@t-online.de.