Früh übt sich - auch beim Tischtennise
Der Tischtennis-Nachwuchs trainiert beim TuSpo in verschiedenen Altersgruppen. Fotos: Voigtmann
Bad Münder. Bettina Westphal spielt selbst gern Tischtennis und gibt diese Leidenschaft an die Kinder weiter, die sie gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Tischtennissparte der TuSpo Bad Münder fördert. Sven Severit und Mathilda Klameth gehören dazu.
VON HORST VOIGTMANN
„An der Körpergröße muss es nicht liegen, denn wir haben Tische, die man verstellen kann. So etwa ab sechs Jahren kann man das Tischtennisspielen erlernen. Sechsjährige können im Normalfall schon am Tisch stehen. Wir haben die Kinder in Gruppen eingeteilt. Diese Altersgruppe nennen wir die Schlümpfe. Sechs oder sieben von ihnen gehören dazu“, sagt Bettina Westphal.
Außerdem gebe es 26 Jugendliche im Punktspielbetrieb und einige Anfänger. „Wir kommen so etwa auf 42 Jugendliche.“ Trainiert wird montags, mittwochs und freitags. Die Trainingstermine für die Jugendlichen sind so eingeteilt, dass sie auch an der Platte stehen und effektiv trainieren können: „Wir haben die Spielerinnen und Spieler in Leistungsgruppen eingeteilt, damit sie sich im Spiel gegeneinander verbessern können. Heute sind unsere ersten drei Mannschaften da. Die spielen in der Kreisliga, da sind wir eigentlich immer unter den ersten drei Mannschaften. Mit der einen Mannschaft sind wir Herbstmeister geworden“, erzählt Westphal.
Der sportliche Erfolg gibt den Machern recht: „Auch in der ersten Kreisklasse sind wir sehr erfolgreich mit unseren Mannschaften. Die ersten beiden Plätze sind auch von uns besetzt. Wir haben schon vorher eine recht gute Jugendarbeit mit unseren Mädchen gehabt. Dazu gehörte auch Mathilda Klameth. Sie spielte jahrelang in der Niedersachsenliga der Mädchen und spielt jetzt schon in der Landesliga der Damen.“
Da muss man für Auswärtsspiele schon manchmal ganz schön weit fahren. Das Weiteste ist ein Ort in der Nähe von Bremen. „Wir hatten jetzt am Samstag unser letztes Punktspiel“, erklärt Mathilda Klameth, „und haben uns den vierten Platz gesichert. Wir halten uns auf jeden Fall ganz gut.“
Sven Severit ist seit vielen Jahren erfolgreicher Tischtennisspieler. Weil es keine Seniorenmannschaften gibt, die gegeneinander antreten, spielt der erfahrene Spieler gelegentlich gegen junge Leute mit wenig Erfahrung. „Aber wenn die erst einige Jahre Erfahrung gesammelt haben, dann habe ich wegen der Geschwindigkeit nicht mehr so große Chancen.“
Sieht man denn sehr schnell, ob jemand Talent hat, gute Ergebnisse im Tischtennis zu erzielen? „Entweder man sieht sofort, dass jemand sehr schnell großes Talent entwickelt oder sehr viel Ehrgeiz beim Training zeigt. Man trainiert anfangs immer die gleichen Schläge. Auch dadurch kann man gut werden. Aber Talent und Beweglichkeit an der Platte muss man schon haben, um nach oben zu kommen.“ Sven Severit erklärt, „dass man mit der Zeit den Gegenspieler genau beobachtet, wie er sich bewegt. Dann weiß man schon, wo der Ball hinkommt, und ist auch rechtzeitig da, um ihn zurückzuschlagen.“
Mathilda Klameth und Bettina Westphal setzen auf die Ballgewöhnung für Kinder, die sich für Tischtennis interessieren. „Der Ball wird immer wieder auf die gleiche Weise vorgelegt, und die Kinder spielen ihn zurück. So entsteht ein Gefühl dafür, den Tischtennisball zu spielen“, sind sich die beiden einig.

