Mit Pfeilen auf die Scheibe zielen
Gute Stimmung herrscht bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Trainings. Fotos: Voigtmann
Die Begeisterung für den Dartsport musste man bei Dirk Westphal seitens des Turn- und Sportvereins Bad Münder nicht wecken, als der Verein 2018 auf ihn zukam und ihn bat, eine Dartsparte aufzubauen.
VON HORST VOIGTMANN
Dirk Westphal willigte gerne ein, und auch sein Sohn Marcel war schon längst an dem Sport interessiert, der uns sehr britisch vorkommt. Nach der Theorie von Dirk Westphal ist es wohl ein Sport, der von gelangweilten französischen Soldaten entwickelt wurde, die gegen die Briten in den Krieg ziehen sollten. Bei der Überfahrt auf die britische Insel sollen sie angeblich die Pfeile abgebrochen und damit auf eine Zielscheibe geworfen haben.
Oder waren es doch britische Soldaten, die auf Bierfässer gezielt haben? Und wer hat diese eigenartige Dartscheibe entwickelt, auf der Zahlen von 1 bis 20 in einer nicht erklärbaren Ordnung stehen? Bei einem Durchgang beginnt man bei 301, 501 oder 701 und zieht jeweils die Punkte der Würfe ab. Ziel ist es, am Ende auf null zu kommen.
Das allein zu wissen, reicht noch nicht aus, um das Spiel zu verstehen, denn im äußeren Ring (Double Ring) zählt die Punktzahl doppelt, im inneren Ring (Triple Ring) dreifach. Besonders viele Punkte gibt es bei einem Treffer in der Mitte der Dartscheibe: Im grünen Feld sind es 25 und in der roten Mitte sogar 50 Punkte.
Ein Leg entspricht einem Durchgang, den ein Spieler benötigt, um auf null zu kommen. Man braucht mehrere Legs, um ein Set für sich zu entscheiden. Hilfreich ist es, wenn man im Kopfrechnen sicher ist, denn dann kann man sehr schnell erkennen, welche Punktzahl man benötigt, um das Spiel zu gewinnen. Im TuSpo-Vereinsheim in der ersten Etage, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 13, sind neun Vereinsmitglieder der Dartsparte dabei, ihre Fertigkeiten zu schärfen, um bei Punktspielen gute Ergebnisse zu erzielen. Dazu gehört ein gutes Auge, ein guter Stand und eine entsprechend gute Wurftechnik.
Die Dartsparte gibt es seit 2018. „Wir haben inzwischen 40 Mitglieder, davon gehören 32 zu den Aktiven. Derzeit sind drei Mannschaften zu Wettkämpfen unterwegs, zwei davon in der Kreisliga und eine Mannschaft in der Bezirksklasse. Wir haben nicht den Anspruch, ganz oben mitzuschwimmen, wir vertreten den Breitensport. Ich habe es lieber, wenn 20 Leute in der Kreisklasse spielen, die Spaß an diesem Sport haben, als eine Mannschaft, die sich für etwas Besseres hält. Das gibt immer Ärger im Verein. Wir haben eine relativ gute Jugendarbeit mit zehn Jugendlichen, die macht mein Sohn Marcel Westphal, dazu gehört auch Emely Haußer. Ihre Berufung in den Landeskader sowie die Qualifikation für die German Masters ist eine Bestätigung für sie persönlich und für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein“, sagt Dirk Westphal.
Wer das Dartspiel einmal ausprobieren, kann mit Dirk Westphal über die TuSpo-Homepage www.tuspo-bad-muender.de/darts/ Kontakt aufnehmen.

