Hier wie dort Spuren hinterlassen
Viel Spaß und gute Erlebnisse hatten Gäste und Gastgeber beim Besuch der Delegation aus Tansania.
Die Delegation aus dem tansanischen Kirchenkreis Wotta, zu Besuch im Kirchenkreis Laatzen/Springe und von den Mitgliedern der Tansania-Gruppe in der Gesamtkirchengemeinde Eldagsen und Finiendörfer betreut, ist wieder in ihrer Heimat. Spuren hat ihr zweiwöchiger Aufenthalt in Eldagsen aber gleichwohl hinterlassen: sowohl bei den Gästen als auch bei den Gastgebern.
VON ANNE BRINKMANN-THIES
„Es war sehr gut, dass die Delegation hier vor Ort war“, sagt Ulrike Meusel, Koordinatorin der Tansania-Gruppe. Vom Besuch und dem Projekt des Schülersponsorings, das maßgeblich von der Gruppe getragen wird, haben sie und Vera jetzt auch beim Sonntagsgottesdienst auf dem St.-Andreas-Fest berichten können. „Über diese Möglichkeit, unsere Arbeit in der Andreasgemeinde vorzustellen, waren wir sehr froh“, sagt Meusel. Dass die Kollekte dieser Andacht für das Schüler-Sponsoring gesammelt wurde, freute sie ebenfalls sehr.
Auch den Nachbarschaftsladen Doppelpunkt hatte die Delegation während ihres Aufenthalts am Deister übrigens besucht. In einem der nächsten Gemeindebriefe der Andreasgemeinde will die Tansania-Gruppe das Projekt vorstellen. Seit 30 Jahren gibt es die Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Laatzen Springe und dem tansanischen Kirchenkreis Wotta.
Für die Delegation aus dem ostafrikanischen Land hatten die Mitglieder der Tansania-Gruppe ein passgenaues Programm mit Praktikumstagen in Schulen, Kindergärten, aber auch in der Land- und Forstwirtschaft zusammengestellt. Denn neben Pastoren waren auch Lehrer und Erzieher unter den weit gereisten Gästen.
So hatten etwa der Leiter der Secondary School im tansanischen Kibakwe, Sajigwa Nikupala, seine Kollegin Mwajabu Omary und der IT-Student Evans Godwin das Otto-Hahn-Gymnasium besucht und dort nicht nur den Englisch- und Informatikunterricht teil und besichtigten auch den schuleigenen Garten. Auch in seiner rund 1200 Schülerinnen und Schüler zählenden Secondary School gebe es einen Schulgarten, berichtete Nikupala. Die Schüler sollen dabei den Pflanzenanbau kennenlernen und zu Hause selbst umsetzen.
Pflanzenanbau im großen Stil haben die Gäste dann bei einem Feldtag mit dem Eldagser Landwirten Wilhelm Niedermeier und dem Holtenser Erdbeerbauern Christian Rokahr erlebt. „Erdbeeren kannten unsere tansanischen Gäste nicht“, berichtet Meusel. Sie waren aber von den süßen Früchten so begeistert, dass Sebastian Nkya und Sajigea Nikupala gerne Pflanzen mit in die Heimat nehmen wollten. Christian Rokahr habe ihm am Ende des zweiwöchigen Aufenthalts eine ganze Kiste voller junger Pflanzen geschenkt. „Und was wir alle hier kaum glauben können: Inzwischen tragen die Pflanzen Früchte“, freut sich Meusel. Auch der Praxistag mit Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer im Deister habe Gäste tief beeindruckt, berichtet Meusel. All das interessiert die Teilnehmer der Delegation sehr, betrifft es doch ihre Arbeit und Lebenswirklichkeit“, so Meusel.
Derzeit werden in Kibakwe rund 70 Schülerinnen und Schüler durch das Sponsoring-Projekt des Kirchenkreises Laatzen/Springe unterstützt.
Den Alltag und das Familienleben haben die Gäste aus Tansania auch bei den Familien der Tansaniagruppen-Mitglieder kennengelernt. Dort habe man sich abwechseln am Abend getroffen und auch private Andachten gefeiert, erzählt Meusel. Sie freut sich , dass die Secondary School in Kibakwe, die durch das Schülersponsoring seit 2005 unterstützt wird, von damals 365 Schülern und Schülerinnen auf nun fast 2000 Schülerinnen und Schüler angewachsen ist. „Die Schule hat sich wirklich toll entwickelt“. Inzwischen gebe es auch staatliche Zuschüsse. Einzelnen Kindern und jungen Menschen eine Förderung mit Mitteln aus dem Schülersponsoring zu geben, sei aber nach wie vor sehr wichtig“, berichtet die Eldagserin.
Spenden für das Schülersponsoring in Tansania sind stets willkommen: Kirchenkreisamt Ronnenberg, Volksbank EG. IBAN: DE66 2519 33310400009900. Verwendungszweck: 1540321741, Schülersponsoring Tansania und der Spender-Name.

