Besondere Plätze und Gebäude
Das Selbstversorger-Haus Süntelbuche wird von Schulklassen, Kindergärten, Konfirmandengruppen und Familien gern genutzt. Gut 30 Personen finden hier auch ein Bett in einem der Gruppenschlafräume.
So ziemlich am Ende der Süntelstraße liegt hinter üppigem Grün das Haus „Süntelbuche“ eine Villa, die etwa um 1900 entstanden ist. Christian Beuker gehört zum Team, das dieses Haus unterhält. Inzwischen ist es wieder in kirchlicher Hand.
VON HORST VOIGTMANN
Genauer: „Es wird von einer Genossenschaft getragen, zu der unter anderem der Kirchenkreis Laatzen-Springe und die Nordstadtgemeinde in Hannover gehören. Und dann haben wir noch Leute gefunden, überwiegend Diakoninnen und Diakone, die solch ein Haus auch für ihre Arbeit brauchen“, erklärt der Sozialpsychologe.
Gut 30 Personen können in den Mehrbettzimmern, die im Haus zur Verfügung stehen übernachten und in den Räumlichkeiten des Hauses gemeinsam arbeiten, gemeinsam essen und sich begegnen. Für Gruppen, die kreativ arbeiten, basteln, sägen und schrauben, gibt es neben dem Haus einen Container, der für solche Dinge gut geeignet ist. Das Haus sieht von der Straßenseite übrigens relativ klein aus, weil es in den Hang hineingebaut ist. Geht man auf der Gartenseite auf das Haus zu, wirkt es ziemlich stattlich und man erkennt schnell, dass es neben der Eingangsetage eine untere und eine obere Etage hat.
Besonders stolz ist Christian Beuker über die tolle Küche, die mit einem hochwertigen Dampfgarer ausgestattet ist, der aber ebenfalls auch als Backofen benutzt werden kann. Und eine Geschirrspülmaschine gibt es auch, die schon ein recht hohes Alter hat, aber noch immer ihren Dienst versieht.
Schulklassen, Konfirmandengruppen, Familien oder auch reine Männergruppen treffen sich hier. Letztere Gruppe ist für Christian Beuker besonders interessant, denn er engagiert sich im Netzwerk für Väter in Niedersachsen.
Die nächste Station ist gar nicht so weit davon entfernt, das Gasthaus Bergschmiede. In dem Schaukasten, in dem einst Platz für die Speisekarte war, steht nur noch zu lesen, dass aus gesundheitlichen Gründen Schluss war für die Gaststätte im Grünen, in dem man deftige Gerichte zum vernünftigen Preis bestellen konnte. Holzgestelle an den Eingängen zur Bergschmiede machen deutlich, dass hier keine Gäste erwartet werden. Auch die Gaststätte Eulenflucht, die noch um einiges höher im Süntel liegt, hat seit Langem die Tore geschlossen.
Gegenüber am Deistersaum geht es vorbei an den imposanten Gebäuden der Deister-Süntel-Klinik, die zeitweise für Patienten mit Lungenkrankheiten war. Heute hat sie aktuell unter anderem die Fachbereiche Geriatrie, Innere Medizin und Kardiologie, Internistische Intensivmedizin, Prävention, Palliativmedizin und Reha. Ganz in der Nähe der Klinik gibt es noch eine durchaus gut besuchte Gastronomie, das Gasthaus Ziegenbuche. Seit 1904 gibt es diese Adresse. Aber es ist zu sehen, dass hier der Standard an die Anforderungen der Zeit angepasst wurde. Montags und dienstags hat das Restaurant zwar geschlossen. Aber von Mittwoch bis Sonntag, von 12 bis 20 Uhr, ist die Küche bereit ihre Kochkünste einzusetzen, um die Gäste zu verwöhnen. Es ist auch möglich, in der Ziegenbuche in Einzel- oder Doppelzimmern zu übernachten, die mit Badezimmer und Küche ausgestattet sind.

