Spielen und erkunden

Besonders interessant finden die Kinder das rote Fahrzeug mit der langen Leiter, mit der auch Menschen aus oberen Stockwerken gerettet werden können. Fotos: Voigtmann

Besonders interessant finden die Kinder das rote Fahrzeug mit der langen Leiter, mit der auch Menschen aus oberen Stockwerken gerettet werden können. Fotos: Voigtmann

Schon bevor man die Turnhalle der Kooperativen Gesamtschule betritt, hört man die fröhlichen Kinderstimmen. Thomas Umlauf, Vorsitzender des SC Bad Münder, hat den Dienst übernommen, die Ferienkinder mit Badminton vertraut zu machen.

VON HORST VOIGTMANN

Viele von ihnen hatten ja bereits einen solchen Schläger mal in der Hand. Aber vermutlich war das dann doch mehr Federball. Beim Badminton gibt es ein festes Regelwerk, während man Federball einfach so spielt, wie man es mit dem Mitspieler abspricht. Neu ist für viele vermutlich auch, dass ein Netz zwischen den beiden Spielern hängt. Da muss der Ball drüber.

Der Aufschlag muss diagonal in das gegnerische Feld geführt werden. Nicht etwa den Ball mit den Federn in die Luft werfen und damit in das gegnerische Feld schlagen. Das macht man so beim Tennis, beim Badminton schlägt man von unten gegen den Federball.

Bei geradem Punktstand schlägt der Spieler von rechts auf. Ein ungerader Stand zwingt ihn auf die linke Seite. Wer als erster 21 Punkte erreicht hat, der hat gewonnen. Allerdings muss mindestens ein Abstand von zwei Punkten erreicht sein. Deshalb kann am Ende eines Spiels deutlich länger dauern und es kann durchaus mal bis zum 30. Punkt gespielt werden.

Zwei Spiele werden gegeneinander ausgetragen. Wenn einer der beiden Spieler beide Spiele gewinnt, ist Ende. Wird ein dritter Satz nötig, werden die Seiten während des dritten Satzes beim Stand von elf Punkten getauscht. Es gibt Regeln für kurze Pausen in der Mitte eines Spieles bei elf Punkten.

Die Ferienkinder scheren sich natürlich nicht sehr um die Regeln. Sie versuchen den Federball so hoch, wie es die Halle nur möglich macht, zu schlagen, um ihn so auf die andere Seite des Netzes zu bringen und haben einfach nur Spaß.

Und wer Spaß daran gefunden hat, der kann übrigens mittwochs zwischen 17.30 Uhr und 19 Uhr in die KGS-Sporthalle kommen. Das ist die Zeit, in der Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren und Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren dort trainieren.

Erwachsene trainieren freitags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr in der KGS-Turnhalle.

Eine große Schar von Kindern war am gleichen Tag bei der Feuerwehr zu Gast. Wenn etwas passiert und man die Feuerwehr rufen muss, was ist da zu bedenken?

Die Kinder verstehen das schnell, „Ich muss beim Telefonieren sagen, wann das Unglück passiert ist, was genau passiert ist und wo es passiert ist“, erklärt ein Mädchen. Und es seit sicherlich gut, wenn jemand dort, wo die Feuerwehr ankomme, auf der Straße stehe, winke und sage, wo die Helfer hinkommen sollen.

Großes Interesse haben die Kinder auch an den roten Autos, mit denen die Feuerwehrleute unterwegs sind, wenn ein Unglück passiert ist oder ein Feuer ausgebrochen ist. Einmal in dem großen roten Auto sitzen, das hat schon was.

In manchen der Autos ist auch eine große Menge Wasser, damit könnte man mehrere Badewannen füllen. Mit dem Löschwasser können die Feuerwehrleute sofort beginnen, das Feuer zu löschen, während andere Kameradinnen und Kameraden Anschlüsse an Hydranten vorbereiten.

Besonders faszinierend ist für die jungen Besucher das Auto mit der großen Leiter, die weitaus gefahren werden kann, damit man das Löschwasser zielgenau bei Bränden an die zu löschenden Stellen bringen kann.

Schläuche, um die Brände zu löschen, gibt es in unterschiedlichen Durchmessern. Mit kleinen Schläuchen dürfen die jungen Besucherinnen und Besucher Zielen üben. Dafür ist ein Brett mit vielen kleinen Flämmchen aus Metall aufgestellt, die umkippen, wenn der Wasserstrahl auf sie trifft.

Wer richtig zielt, bekommt es schnell hin, dass die kleinen Flammen umkippen. Damit alle Schläuche auch Verwendung finden können, gehören viele unterschiedliche Anschlussstücke zu den wichtigen Gegenständen der Freiwilligen Feuerwehrfrauen und -Männer.

In den Fahrzeugen herrscht deshalb beeindruckende Ordnung, damit im Einsatzfall alles, was gebraucht wird, sofort gefunden wird. Es sind nicht nur Brände, die dazu führen, dass die Feuerwehr ausrückt.

Auch bei Verkehrsunfällen wird die Feuerwehr gerufen, besonders dann, wenn jemand in seinem Auto eingeklemmt sitzt. Dann muss die große Schere und und das Spreizwerkzeug eingesetzt werden, damit die Menschen aus dem eingeklemmten Auto befreit und medizinisch versorgt werden können.

Übrigens: In einem Notfall hören alle auf die Einsatzleiterin oder den Einsatzleiter. Da wird nicht diskutiert, sondern gemacht, was die oder der eine dann sagt. Hinterher kann man ja überlegen, ob das eine oder andere auch besser zu organisieren gewesen wäre. Aber wenn es um Menschenleben geht, ist für Diskussionen keine Zeit übrig.