Private Initiative Katzenfreunde setzt sich für Tierwohl ein
Sie setzt sich für das Wohl der Katzen ein: Die private Initiative Katzenfreunde Bad Münder um Beate Schulz-Sorge will heimatlosen Katzen helfen und Katzenliebhaber sowie künftige Besitzer umfänglich informieren.
„Eines unser Hauptanliegen ist die Aufklärung über die geltende Kastrationspflicht für Freigängerkatzen“ erklärt die Springerin Heike Brandes, Mitglied der Initiative. Damit soll das Elend vieler Katzen, dessen Ursache auch die unkontrollierte Vermehrung ist, eingedämmt werden. Viele Städte und Gemeinden – Springe und Bad Münder gehören dazu – haben eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen eingeführt. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, erklärt Brandes. Zuständig dafür sind – je nach Wohnort – die Ordnungsämter in Springe und Bad Münder.
Die Initiative widmet ihr besonderes Augenmerk aber auch jenen Katzen, die kein zu Hause haben: den Streunerkatzen. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, streunende Katzen zu kastrieren, damit sie sich nicht weiter vermehren“, so Brandes. Sie werden zudem medizinisch versorgt. Entweder werden Futterstellen eingerichtet oder sie werden bei Mitgliedern der Gruppe untergebracht, um dann in liebevolle Hände weitervermittelt werden zu können. Streunerkatzen werden häufig wild geboren und haben keinen menschlichen Kontakt kennengelernt. Das Vertrauen muss langsam aufgebaut werden, bis sie in die Vermittlung kommen“, berichtet Brandes. Mit dem Ziel, dort für immer ein Zuhause zu bekommen. Dennoch werde auch dem neuen Besitzer einiges an Geduld abverlangt, wissen die Katzenfreunde aus der Initiative. „Aber es lohnt sich – einmal Freund, immer Freund“, weiß Brandes, die derzeit selbst zwei streunende Katzen betreut.
Auch bei der Vermittlung der Katzen setzt die Initiative auf Aufklärung: Wer sich eine Katze anschafft, übernimmt Verantwortung und sollte einiges bedenken. „Katzen können 20 Jahre alt werden und brauchen, entgegengesetzt der allgemeinen Meinung, neben Futter auch Aufmerksamkeit und Pflege“, sagt Brandes. Es fallen Kosten für die Nahrung und den Tierarzt an. Zu bedenken ist: Die Tiere müssen während des Urlaubs untergebracht und verpflegt werden. Zudem sollte man auch für den eigenen Todesfall eine weitere Versorgung der Katze vorsehen. Außerdem brauchen sie Freilauf, um ein erfülltes Katzenleben leben zu können.
Zurzeit suchen die „fesche“ Lola und Sputnik ein neues zu Hause. Beide sind zwei bis drei Jahre alt, sehr verschmust und verspielt und wünschen sich ein zu Hause mit Familienanschluss und Freigang. Bei Interesse bitte bei Heike Brandes in Springe melden (0176-75649997).

