Start frei für neue NAJU-Gruppe

Engagement für den Naturschutz kann schon früh starten: Jetzt gibt es in Springe ein neues Angebot im NABU. NAJU – kurz für Naturschutzjugend – heißt eine neue Gruppe, die von Pädagogin Katrin Bartels und dem Jugendsprecher des NABU, Andreas Isleif, geleitet wird. Ein erstes Treffen hat bereits stattgefunden.

VON ANNE BRINKMANN-THIES

Wie leben heimische Tiere im Winter? So lautete das Thema des Auftakttreffens im Dezember. „Wir haben mit den Kindern besprochen, wie Tiere in unseren Gärten besser überwintern können“, berichtet Bartels. Totholz und Laubhaufen als Unterschlupf sind leicht zu gestalten: Die Mädchen und Jungen sind aber auch selbst kreativ geworden und haben Vogelfutter-Stationen gebaut. Und genau das sei auch das Prinzip der NAJU, erklärt Isleif, der auch als Jugendleiter engagiert ist. „Die Mädchen und Jungen sollen Wissenswertes rund um den Naturschutz lernen, aber auch selbst aktiv werden“.

So wie etwa bei einem Spaziergang, bei dem Nistkästen kontrolliert werden sollen. „Es ist spannend, was sich in den Nisthöhlen so alles findet“, erzählt Isleif. Von Siebenschläfern bis zu Wespen nutzen auch andere Tiere gerne die Holzkästen als Behausung. Wie Nistkästen gebaut werden, können die Kinder bei einem anderen Termin ebenfalls lernen – und dann sicherlich auch eine Nisthilfe mit nach Hause nehmen.

„Bestimmt werden wir auch einen Nistkasten auf dem Gelände des Eschenhofs aufhängen“, sagt Bartels. Denn hier trifft sich die neu gegründete Gruppe immer am ersten Mittwoch eines Monats – außer in den Ferien.

Viele Jahre habe es keine NAJU-Gruppe gegeben, erzählen Bartels und Isleif. „Dabei ist es sehr wichtig, schon Kinder für Naturschutz-Themen zu sensibilisieren“. Ganz einfach könnte es aber womöglich nicht werden, die Mädchen und Jungen für ein Engagement in Sachen Naturschutz davon zu begeistern. Einerseits sei das Thema Umwelt- und Klimaschutz zwar allgegenwärtig, andererseits aber hätten Kinder heute viel weniger Freiräume, ihre Freizeit sei stark durchgetaktet, so Isleif.

In Springe werde das Thema Naturschutz immer noch stiefmütterlich behandelt, so Isleif. „Wir haben hier ganz viele Baustellen“, sagt er und nennt als Beispiel den Rückgang bei Vogelarten oder bei Amphibien. Genau diese Tiere können die Kinder mit der NAJU beobachten. „Im März planen wir dann eine Bodenuntersuchung“, berichtet Bartels.

Zunächst für das erste Halbjahr 2023 stehen die Pläne für die monatlichen Treffen der NAJU-Gruppe. Die jungen Teilnehmer sollten mindestens schon die erste Klasse besuchen. Nach oben ist das Alter offen. Demnächst werden Flyer ausgelegt, auf denen die Termine aufgeführt sind. Und auch in den Reihen der eigenen NABU-Mitglieder wollen Bartels und Isleif kräftig die Werbetrommel für ihre neue Gruppe rühren. Unterstützung gibt es zudem vom NABU-Landesverband, der ebenfalls auf das neue Angebot für den Nachwuchs aufmerksam machen möchte. Präsentiert haben sich die beiden Gruppenleiter Bartels und Isleif übrigens auch auf dem Springer Weihnachtsmarkt. Und sind damit zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen.

Die Naju Springe trifft sich immer am ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr auf dem Eschenhof in der Industriestraße 15 und richtet sich an Kinder ab dem Schulalter. Monatlich wechselnde Themen machen die Treffen interessant. Die ersten zwei Treffen können als Schnupperstunden genutzt werden danach sollte ein Eintritt in den Nabu erfolgen. Um vorherige Anmeldung unter jugend@nabu-springe.de wird gebeten – sie ist aber nicht zwingend erforderlich.