Kartoffelfest zieht mehr als 600 Besucher an

Was sie in die Hand nimmt, diese unverwüstliche Ilse Albers, scheint immer zu klappen. Aktuelles Beispiel: das elfte Kartoffelfest ganz oben im Dorfe dicht unterm Wald.

Und es war keineswegs eine Kopie, die nur aus der Schublade zu holen wäre. Mit Albers Stab von mehr als 20 zuverlässigen und überwiegend weiblichen Mitstreitern aus dem Stadtverband der Frauen-Union – inklusive Familienangehörige – florierte auch dieses Fest wie geschmiert.

Das Wetter passte – und es ist immer wieder erstaunlich, was sich alles aus der Kartoffel kreieren lässt. Vera Student, die Kartoffel-Fee, bot draußen am langen Kuchenbuffet selbst gebackene Torten und Kuchen aus den gesunden Knollen an, während sich drinnen die Leute am Tresen drängten, um sich mit diversen Schmankerln von Rosmarinkartoffeln mit zig Dips, Gratin, Suppe bis hin zu griechischem Kartoffelwürzbrot einzudecken.

Lars Andersen und Friends hatten ebenfalls einen Leckerbissen parat: Kein Geringerer als Pitti Hecht, einer der weltweit besten Perkussionisten, verstärkte die Band unterm Zelt, so dass auch die Ohren und das Rhythmusgefühl bestens bedient wurden. Landesübliche Getränke hielt die rollende Theke unter schattigen Bäumen bereit, womit das Austrocknen der Gäste am heißen Nachmittag verhindert wurde. Nicht nur für die kleinsten Gäste hielt eine Tombola die Spannung hoch. Albers-Freundin Jutta Albien aus Garbsen verkaufte Lose aus dem Hut. Über Nieten konnte sich niemand wirklich ärgern, geschah doch alles für den guten Zweck, nämlich die Wunschbaum-Aktion am ersten Advent-Wochenende.

In ihren Begrüßungsworten hatte Albers nicht nur Gäste aus dem Dorf und dem Deister-Süntel-Tal willkommen geheißen, sondern auch eine große Fangemeinde aus anderen Regionen, die immer wieder kommen würden, wenn es heißt: In Hamelspringe wird Kartoffelfest gefeiert.

Der Vorsitzenden war es aber auch ein besonderes Anliegen, auf die parteiübergreifende Hilfsbereitschaft lobend hinzuweisen, wobei sie Ortsbürgermeister Joachim Behnke und seinen Ortsrat meinte, die beim Aufbau dabei waren. Als weitere Politprominenz hieß sie außer diversen Stadtratsmitgliedern auch den Stadtbürgermeisterkandidaten Dirk Barkowski willkommen.

Ein für sie „unglaubliches“ Resümee zog Ilse Albers gestern am Tag danach: Die grobe Hochrechnung habe aufgrund der verbrauchten Essensmengen eine Besucherzahl von mindestens 600 ergeben, womit ein neuer Rekord bei diesem 11. Kartoffelfest aufgestellt sei.

Übrigens: „Am kommenden Sonntag findet das ,Familienfrühstück‘ der Frauen-Union auf dem Hof Osterkamp in Rohrsen statt – und zwar zugunsten der neugegründeten Jugendfeuerwehr Beber-Rohrsen.