Ein neues Heim für den Vielfraß

Der Verein „Freunde des Wisentgeheges und der Jagdschau“ und das Tiergehege im kleinen Deister das ist fast so etwas wie eine Liebesgeschichte.

Der Verein hat sich in den Jahren seines Bestehens ständig weiterentwickelt und hat inzwischen eine Größe von über 1600 Mitgliedern erreicht. Damit ist er einer der größten, wenn ich sogar der größte Verein der Deisterstadt.

Thomas Freutel ist der erste Vorsitzende des Vereins, der in den zurückliegenden Jahren immer wieder besondere Vorhaben des Geheges mit stattlichen Zuwendungen unterstützt hat.

Im zurückliegenden Jahr wurde die neue Freifluganlage mit 85000 Euro von den Freunden des Wisentgeheges in vollem Umfang finanziert.

Gibt es bereits Vorhaben für die nächste Zeit? Thomas Freutel nickt. „Nun, zunächst ist wichtig, wir sind nicht die Hausherren des Wisentgeheges. Deshalb stimmen wir uns mit dem Gehegeleiter, Thomas Hennig, bei solchen Planungen ab und müssen natürlich auch unsere Vorstellungen mit denen der Niedersächsischen Landesforsten in Braunschweig abstimmen, die das letzte Wort haben. Die Landesforsten entscheiden, was im Wisentgehege gemacht werden darf.“

Für die nächsten drei Jahre würden die Freunde des Wisentgeheges gerne die Vielfraß-Anlage, in Nachbarschaft zum Luchsgehege erneuern, die erkennbar in die Jahre gekommen ist. Der Vielfraß, der wissenschaftlich als Gulo bezeichnet wird, gehört zur Gattung der Marder. Er wird auch als Bärenmarder oder Gierling bezeichnet und hat seinen Lebensraum im Norden Europas und Asiens. Seinen Namen hat er durch seine Gewohnheit erworben, denn alles was ihm als Nahrung dienen könnte, bringt er möglichst nah an seine Behausung heran.

Neben der Vielfraß-Anlage möchte der Verein gern etwas für die jungen Besucher des Wisentgeheges tun und den vorhandenen Spielplatz erneuern. Die Vorstellung dabei ist, das Spielgelände auch thematisch auf das Thema Tiere hin zu gestalten.

Schließlich soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass auch behinderte Besucher des Wisentgeheges in die Bären- und Wolfsanlage sehen können, ohne vorher Treppen überwinden zu müssen.

„Wir haben uns verpflichtet, uns mit etwa 150000 Euro an den Kosten zu beteiligen, und wollen diese Summe in den nächsten Jahren ansparen.“

Der Förderzweck des Vereins, so sagt die Satzung, ist die Pflege und Erhaltung von Kulturwerten, des Tierschutzes und der Volksbildung. Dieser Zweck wird erfüllt durch die Förderung des Wisentgeheges und der Jagdschau im Jagdschloss. Weil der Verein gemeinnützig ist, müssen alle Einkünfte für diesen Zweck ausgegeben werden.